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Stuttgarter Schule macht Hotpants zur Schuluniform

Nachdem in diesen Tagen eine Werkrealschule in Horb erneut die Diskussion um zu knappe Hotpants ins Rollen brachte, geht man in Stuttgart neue Wege. Am Karls-Gymnasium wurde nun eine Schuluniform eingeführt. Fester Bestandteil der Kleiderordnung: sexy Hotpants – auch für Jungen. Von Peter Buchholtz

Stuttgart – Wie knapp darf eine kurze Hose sein? Wie sinnvoll ist eine Schuluniform? Diese Fragen sorgen derzeit für hitzige Diskussion an den Schulen im Land. Grund ist ein Elternbrief der Schulleiterin Bianca Brissaud von der Werkrealschule in Horb, in dem sie um Verständnis für eine neue Kleiderordnung wirbt. Zu freizügig bekleidete Schüler sollen demnach ab sofort ein XXL-Shirt tragen, um „ein kleines Stück zu einem gesunden Schulklima beizutragen“, schreibt die Pädagogin.

Viel wird seitdem diskutiert, besonders im Netz. Zahlreiche Schüler machen ihrem Ärger Luft und beschweren sich über die „kleinkarierte Verordnung“. Viele sehen auch durch Bevormundung die Auslebung ihrer Persönlichkeitsrechte in Gefahr. Andere wiederum sehen in der Verordnung eine sinnvolle Maßnahme, um die Reize zu gut aussehender Mädchen im Zaum zu halten.

Sexy Hotpants sollen auch für Jungen zur Pflicht werden

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Sexy Schenkel (Symbolbild)

In Stuttgart ergreift man derweil andere Maßnahmen. Am Karls-Gymnasium machte die Schulleitung aus der Not eine Tugend und machte Hotpants (zu deutsch: heiße Höschen) kurzerhand zur Pflicht für alle, sprich, zur Schuluniform. „Auch Jungen haben sexy Beine, die sie gerne zeigen möchten“, so die offizielle Stellungnahme des Schulleiters Dieter Elsässer. „Daher haben wir uns entschieden, für die Sommermonate knappe Hotpants als Teil einer Schuluniform einzuführen“, ergänzt er. Als Oberteil sei ein bauchfreies Top im Gespräch. Ähnlich wie an Schulen in England, wo der Rock wenigstens zwei Zentimeter über dem Knie zu enden hat, sollen dann strenge Regeln Maße und Aussehen der Uniform bestimmen. Demnach darf die knappe Hotpants die Länge eines handelsüblichen Geodreiecks nicht überschreiten. Die neue Kleiderordnung tritt kommende Woche in Kraft. „So haben die Schüler, die noch keine knappe Hotpants besitzen noch genügend Zeit, am Wochenende bei H&M oder Primark ein sexy Exemplar zu ergattern“, so Elsässer.

Diverse Lösungsansätze im Gespräch

Andere Schulen in der Region beraten derweil über ähnliche Maßnahmen, um auch im Sommer für eine angemessene Lernatmosphäre garantieren zu können. In Freiburg denkt man derweil über ein Bein-Enthaarungsverbot für Mädchen nach, um den Reiz an deren Beinen zu mindern. Im baden-württembergischen Grundsheim diskutiert man über eine Burkapflicht für alle Mädchen, um die christlichen Werte auch über die Sommermonate aufrecht erhalten zu können.

Foto: Christopher Browns, CC BY-SA 2.0

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Ein Kommentar zu “Stuttgarter Schule macht Hotpants zur Schuluniform

  1. zarromanowski
    13. Juli 2015

    Im Altenheim Stuttgart-Muffensausen stehen derartige Lösungsansätze schon längst praxiserprobt an der Tagesordnung. Männliche Bewohner mit oberbayerischen, kurzen Hirsch-Lederhosen, weibliche Bewohnerrinnen in Fellhöschen des gemeinen Flußbibers erscheinen hier regelmäßig zum täglichen Frühstück. Ausgangspunkt ist die Verbundenheit zur deutschen Natur, erklärte uns Heimleiter Georg von Symbiose, der uns zum „Tag der Milbe“ und der „Woche der Bettwanze“ herzlichst einlud. Wir nahmen dankend an und schlugen ihm vor, das bis jetzt unbekannte „Quartal der Sackratte“ endlich gesellschaftsfähig zu machen.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 9. Juli 2015 von in Schule, Stuttgart.
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