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Wet Open Air Gärtringen: Polizei entschuldigt sich für fehlendes Großaufgebot

Einen Tag nach dem Wet Open Air in Gärtringen bei Stuttgart entschuldigt sich die Polizei Baden-Württemberg für das niedrige Aufgebot an Beamten und die fehlenden, sonst üblichen, unverhältnismäßigen Drogenkontrollen. Trotz der mehreren tausend Raver hatte die Polizei am Donnerstag auf die üblichen Großkontrollen verzichtet. Von Peter Buchholtz

Gärtringen/Ludwigsburg/Stuttgart – Sonne satt und treibende Beats konnten Fans elektronischer Musik am gestrigen Donnerstag beim Wet Open Air in Gärtringen erleben. Bei Temperaturen von bis zu 30° Celsius wurde zu Melodien von international erfolgreichen Acts wie Fritz Kalkbrenner oder Chris Liebing gefeiert und getanzt. Besonders die Organisation und die friedliche Stimmung wurden von den Besuchern des Tagesfestivals gelobt.

Sodom und Gomorra im Gärtringer Freibad.

Sodom und Gomorra im Gärtringer Freibad. Quelle: facebook.com/wetopenair

Anders als bei sonstigen Großveranstaltungen verzichtete die Polizei an Fronleichnam auf kilometerlange Straßensperren und willkürliche Personenkontrollen, um den Besuchern schon vor Beginn des Open Airs die Laune zu verderben. Friedrich Schranz, Sprecher vom Polizeipräsidium Ludwigsburg, in dessen Zuständigkeitsbereich auch der Polizeiposten Gärtringen liegt, bestätigte gegenüber dem Stuttgarter Boten das Versagen der Behörde: „Wir haben einen großen Fehler gemacht. Wir hätten am gestrigen Tag mindestens zehn Verfahren gegen harmlose Raver eröffnen können, die später aufgrund geringer Mengen wieder eingestellt worden wären. Hätten wir nur mal richtig kontrolliert!“

Auch Veranstalter und Besucher waren gleichermaßen überrascht von der fehlenden Präsenz der Beamten in blau. „Einige Besucher hatten Probleme, das Veranstaltungsgelände zu finden, da sie sich nicht, wie sonst bei der Anfahrt üblich, an den zunehmenden Einsatzfahrzeugen orientieren konnten“, sagt Christoph Fabian, Pressesprecher des Wet Open Airs.

In Stuttgart hatte die Polizei derweil alle Hände voll zu tun. Gleich dreimal hatte es zwischen Donnerstag und Freitag im Zentrum um Hauptbahnhof und Königstraße einen Sprengstoffalarm gegeben. Mehrere Spürhunde hatten angeschlagen, als die Polizei Routinekontrollen rund um die Schließfachanlagen am Hauptbahnhof durchgeführt hatte. Später stellte sich heraus, dass in den Schließfächern ganz besonders leckere Würstchen verstaut worden waren, die den Appetit der Hunde weckten.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 5. Juni 2015 von in Sicherheit, Stuttgart, Umland.
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